Reisemedizinische Vorsorge

Sicher auf die Sonnenseite

­Ob idyllische Familienferien im Blockhaus irgendwo direkt am See, Flitterwochen in der Karibik oder Trekking-Abenteuer durch die Anden – außerhalb des heimischen Umfelds geraten wir mit einer völlig anders gearteten mikrobiellen Flora in Kontakt. Reisende, die sich vor dem Urlaub nicht nur über Land und Leute informieren, sondern auch über Gesundheitsschutz, können sehr viel entspannter das Weite suchen!

Über »Risiken und Nebenwirkungen« Ihres Urlaubsziels fragen Sie
Ihren Arzt

Die epidemiologische Situation ändert sich weltweit ständig. Fragen Sie Ihren Arzt, er kennt die regelmäßig aktualisierten Empfehlungen der Experten und weiß,

  • welche besonderen Gesundheitsgefahren in der Ferienregion bestehen
  • ob und welche Schutzimpfungen erforderlich sind
  • wann eine Impfung erfolgen muss, damit sie Schutz bieten kann.

Die reisemedizinischen Standardimpfungen sind übrigens auch für zu­hause sehr angeraten, jeder sollte sie haben

  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Diphtherie
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Selbstverständlich? Leider nicht!

Acht von zehn Bundesbürgern wissen nicht, wann sie zuletzt geimpft worden sind. Und von denen, die sich erinnern können, hat jeder Fünfte zuletzt vor mehreren Jahren einen Impftermin wahrgenommen. Und Sie? Sind Sie sicher, ob Sie gegen diese gefährlichen Infektionskrankheiten zurzeit ausreichend geschützt sind?

Ist Ihnen das egal, weil der Arzt doch einfach gleich impfen kann – auch ohne über den Impfstatus seiner Patienten genau Bescheid zu wissen? Das kann er natürlich tun.

Trotzdem kann es sehr sinnvoll sein, vor einer Reiseimpfung erst einmal zu klären, gegen welche Krankheiten Ihr Körper bereits Antikörper gebildet hat. Und ob die Menge ausreicht, um einer Infektion Paroli zu bieten.

Viel hilft viel? Nicht bei Impfungen. Denn:

  • Es gibt so genannte Non-Responder, das heißt:
    Patienten, deren Immunsystem sich von einer Impfung weniger stark anregen lässt, als dies bei anderen Menschen der Fall ist. Mögliche Folge: Trotz regelmäßiger Impfungen können zu wenige Antikörper vorhanden sein, um eine Infektion sicher zu verhindern.
  • Zu häufiges Impfen ist nicht gesund:
    Haben Sie z.B. nach der Tetanus-Grundimmunisierung immer mal wieder bei Verletzungen eine Tetanusspritze bekommen? Dann könnte eine Auffrischung zur Reiseprophylaxe eine Überimmunisierung bedeuten. Mögliche Folge: Lokale Reaktionen. Oder Allergien gegen die Hilfsstoffe des Impfmittels.

Die kostenpflichtige Ermittlung des „Impfstatus Reiseprophylaxe" ist eine Abwägung wert, wenn Sie eine Über-Immunisierung mit den potenziellen Nebenwirkungen sicher ausschließen oder aber Gewissheit über einen ausreichenden Immunschutz haben wollen.