Chlamydien

Geben Sie Chlamydien keine Chance!

Frauen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr haben Anspruch auf eine jährliche Chlamydien­untersuchung im Urin. Dieses so genannte Chlamydien-Screening wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Denn: Ein großer Teil der ungewollten Kinderlosigkeit geht auf Infektionen mit dem Erreger Chlamydia trachomatis zurück.

Wieso? Chlamydien sind eine häufige Ursache von Eileiterentzündungen. In deren Verlauf können die Wände miteinander verkleben und dadurch den inneren Durchlass verschließen, so dass künftig keine Eizellen mehr hinab in die Gebärmutter und keine Spermien mehr hinauf zur Befruchtung gelangen können.

Deshalb bleibt ein Test auf Chlamydien auch nach dem 25. Lebensjahr eine absolut sinnvolle Selbstzahlerleistung – spätestens dann, wenn eine Schwangerschaft geplant wird. Auch ohne konkrete Hinweise auf eine Infektion. Denn die Gefahr bleibt häufig unsichtbar.

Chlamydien-Infektionen sind die häufigste sexuell übertragbare bakterielle Erkrankung. Allerdings haben die meisten Frauen und etwa die Hälfte der Männer nach der Infektion mit Chlamydien gar keine oder nur geringfügige beziehungsweise unklare Beschwerden. Anzeichen für eine Infektion können sein:

  • Bei Männern am häufigsten die Entzündung der Harnröhre. Das Harnlassen ist erschwert bei gleichzeitig starkem Harndrang. In der Harnröhre entsteht ein ziehender Schmerz. Es kommt zu schleimig-eitrigem Ausfluss. Beim Urinieren juckt oder brennt es.
  • Bei Frauen ist das wichtigste Merkmal gelblicher Ausfluss aus der Scheide. Brennen beim Wasserlassen ist Zeichen des Befalls der Harnröhre. Wechselnde Unterleibsschmerzen, Zwischenblutungen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können auf ein Fortschreiten der Infektion hindeuten.

 Je früher eine Chlamydien-Infektion behandelt wird (mit Antibiotika), desto eher bleibt die Infektion ohne Folgen. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie bei sich mögliche Anzeichen einer Erkrankung erkennen oder Sie sich unsicher sind. Mit hoch sensiblen Labor-Suchtests kann eine Chlamydien-Infektion aus Urin oder einem Abstrich schnell und zuverlässig  nachgewiesen werden. Der Sexualpartner sollte dabei grundsätzlich mit untersucht werden.